Die Stummelschwanzchamäleons (Brookesiinae), gelegentlich auch Zwergchamäleons oder Erdchamäleons genannt, sind eine Unterfamilie der Chamäleons (Chamaeleonidae). Die Gattungen Rhampholeon, Rieppeleon sowie Brookesia sind unechte Chamäleons. Derzeit sind etwa 40 Arten dieser drei Gattungen beschrieben.
Ihre Größe reicht von 3 cm (Brookesia minima) bis hin zu 16 cm (Rhampholeon spinosum), die meisten Tiere erreichen allerdings nur um die 9 cm. Ihren Namen verdanken Sie ihrem nur rudimentär ausgebildeten Schwanz, der im Gegensatz zu den echten Chamäleons meist nur wenige Millimeter Länge erreicht.Im Gegensatz zu den echten Chamäleons zeichnen sich Stummelschwanzchamäleons durch unauffällige Farben aus, meist dominieren braun und grün. Zwar sind die Tiere ebenfalls zu Farbänderungen in der Lage, diese bleiben aber aufgrund der geringen Farbpalette vergleichsweise unspektakulär. Stummelschwanzchamäleons stehen anders als echte Chamäleons noch nicht unter Artenschutz (Ausgenommen Rhampholeon (R.) spinosus ), es wird aufgrund der enormen Exporte aus ihren Heimatländern jedoch bereits diskutiert (Stand Herbst 2005).
Verbreitung
Rieppeleon und Rhampholeon sind in Afrika beheimatet und bewohnen dort winzige Habitate, die sich jedoch über nahezu den gesamten Kontinent erstrecken. Die Tiere kommen in Feucht- und Regenwäldern bis in Höhen von 1000 m vor. Einige wenige Arten bewohnen Trockenwälder oder die Savanne. Brookesia ist eine auf Madagaskar endemische Art, wo auch der Ursprung der Unterfamilie vermutet wird. Allen Arten gemein ist der Lebensraum, der sich nur selten mehr als 1 m über dem Boden befindet. Viele Tiere verbringen fast den gesamten Tag in der Laubschicht.
Haltung in Gefangenschaft
Stummelschwanzchamäleons sind wie alle Chamäleons heikle Pfleglinge und sind nicht als Einsteigertiere geeignet. Viele Arten benötigen aufgrund ihres montanen Lebensraumes niedrige Temperaturen, die im Sommer häufig nicht ohne weiteres zu erreichen sind. Obwohl einige Arten (z.B. Ri. brevicaudatus ) bereits häfuig nachgezogen werden, sind die im Handel angebotenen Tiere meist Wildfänge, die jedoch aufgrund ihres meist schlechten Gesundheitszustandes selten eine hohe Lebenserwartung haben.

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