Suche

Trioceros melleri

Trioceros melleri ( Elefantenohrchamäleon )

Trioceros melleri ♂, GNU Alex Antener


Taxonomie

Familie: Chamäleons (Chamaeleonidae)
Unterfamilie: Echte Chamaeleons (Chamaeleoninae)
Gattung: Trioceros
Untergattung:
Art: melleri
Unterart:
Deutsche Bezeichnung: Elefantenohrchamäleon

Wissenschaftlicher Name

Trioceros melleri

Erstbeschreiber: GRAY 1864

Schutzstatus

ChamAnhB.GIF diese Art unterliegt dem Washingtoner Artenschutz-Abkommen II, Anhang B!
Erwerb und Abgabe sind daher meldepflichtig.
Weitere Hinweise dazu bitte bei den verlinkten Artikeln Gesetze und Meldepflicht nachlesen!


Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Trioceros melleri ist mit einer Gesamtlänge von 45,7 bis 60,9 cm das größte Chamäleon des afrikanischen Festlandes. Adulte Tiere erreichen ein Gewicht von bis zu 450 Gramm. Im Verhältnis zum massigen, hochrückigen Körper ist der Kopf eher von geringer Größe. Auffällig sind die beiden großen, miteinander verbundenen Hinterhautlappen (Occipitallappen), ein gewellter Rückenkamm, der fast bis zur Schwanzspitze reicht und ein seitlich abgeflachtes Horn auf dem Rostrum. Der Schwanz ist etwas kürzer als die halbe Gesamtlänge. Ein Kehlkamm oder Bauchkamm fehlt. Die Zungenlänge kann bis zu 51 cm betragen. Der Körper ist normalerweise hell-, blau-, oder grau-, grün gefärbt und mit breiten, gelben Bändern vertikal gestreift. Oft sind verschieden große, gelbe, grüne, weiße oder schwarze Flecken unregelmäßig über den Körper verteilt. Der Geschlechtsdimorphismus ist relativ schwach ausgeprägt, die Geschlechtsbestimmung schwierig.

Verbreitung

Das Elefantenohrchamäleon ist ein Bewohner der Baumkronen in den Buschsavannen, Galeriewäldern und Regenwäldern Ostafrikas in Tansania, dem nördlichen Mosambik und Malawi. Es wurde dort bis in Höhen von 1500m ü.N.N. gesichtet.

Haltung im Terrarium

Trioceros melleri braucht als Baumbewohner einen gut bepflanzten Lebensraum mit viel Freiraum. Weil die Tiere extrem stressempfindlich sind, ist ihre Haltung nur in sehr geräumigen Terrarien von mindestens 150 x 160 x 200 cm möglich. Insbesondere Männchen können trotzdem mit Stressreaktionen wie z.B. dem Aufscheuern der Schnautzenspitze reagieren. Daher ist eine Haltung in einem eigenen Terrarienzimmer vorzuziehen. Weibchen können je nach Individuum vergesellschaftet werden, Männchen reagieren aufeinander sehr aggressiv.

Tagsüber werden Temperaturen von 18°C bis 27°C, Nachts von 10°C bis 21°C bevorzugt. Temperaturen ab 28°C können Hitzestress verursachen und erfordern vermehrtes Tränken bzw. Sprühen. Aber auch ohne zu hohe Temperaturen brauchen diese Tiere viel Flüssigkeit, weswegen eine Tropftränke und Beregnungsanlage von Vorteil ist. Bei der Einrichtung und Bepflanzung ist das Gewicht der Tiere zu berücksichtigen und dass sie in freier Natur auch Pflanzen fressen. Alle Futtertiere sollten mittels Gutloading angereichert werden. Obwohl die Tiere sogar Mäuse und kleinere Vögel schießen, sobald sich die Gelegenheit bieten, sollten Säuger nicht zum Futterplan gehören.

Fortpflanzung

Die Gravidität dauert etwa 90 Tage. Das Weibchen legt dann 25 bis 90 Eier in eine etwa 30 cm tief gegrabene, flache Grube. Der gesamte Prozess der Eiablage bis zum Vergraben des Nestes dauert etwa 6 bis 10 Stunden. Die Eier sollten bei etwa 23°C inkubiert werden mit leichter Nachtabsenkung um einige Grad. Höhere Temperaturen senken die Schlupfrate. Temperaturen über 26,6°C sind für die Entwicklung der Embryonen gefährlich. Bis zum Schlupf der Jungtiere dauert es bei 23°C 140 bis 180 Tage. Die Schlüpflinge sind etwa 10cm lang und wiegen um die 2 Gramm.

Quellen